Ayurveda in den Wechseljahren
Shownotes
Die Wechseljahre sind eine Zeit des Wandels. Nicht nur unsere Hormone verändern sich, sondern oft auch unsere Bedürfnisse, unsere Belastbarkeit und unser Blick auf das Leben.
Hitzewallungen, Schlafprobleme, Brain Fog, Gewichtszunahme, trockene Schleimhäute oder emotionale Achterbahnfahrten – viele Frauen erleben in dieser Phase körperliche und mentale Herausforderungen.
Doch was sagt eigentlich der Ayurveda über die Wechseljahre? Und wie können wir die jahrtausendealten Prinzipien nutzen, um unseren Körper in dieser Zeit liebevoll zu unterstützen?
In dieser Podcast-Folge teile ich ein wunderschönes Gespräch mit meiner lieben Freundin Bea, in dem wir genau darüber sprechen.
In dieser Folge erfährst du:
🌸 Wie der Ayurveda die Wechseljahre betrachtet und warum diese Lebensphase so viel mehr ist als eine hormonelle Umstellung.
🌸 Welche Rolle die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha spielen und wie sie mit typischen Wechseljahresbeschwerden zusammenhängen.
🌸 Warum regelmäßige Routinen und ein stabiler Tagesrhythmus jetzt besonders wichtig sind.
🌸 Welche drei einfachen Ayurveda-Rituale du sofort in deinen Alltag integrieren kannst.
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Gerade in den Wechseljahren ist die ayurvedische Ganzkörper-Ölmassage ein wundervolles Ritual, um dein Nervensystem zu nähren, zur Ruhe zu kommen und dich wieder tief mit deinem Körper zu verbinden.
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Disclaimer: Die geteilten Inhalte dienen ausschließlich informativen Zwecken und ersetzen keine medizinische Beratung.
Transkript anzeigen
Angelika: In dieser Podcast-Folge teile ich mit dir ein Interview, das ich kürzlich für den Podcast von meiner lieben Freundin Bea geben durfte. Und es so ein schönes Gespräch, dass ich mir gedacht habe, das soll unbedingt hier auch in meinem Podcast erscheinen. Und zwar ging es das Thema Ayurveda und die Wechseljahre. Was Ayurveda über die Wechseljahre sagt. wie man sich mit Ayurveda unterstützen kann, wie das Konzept der Doshas genutzt werden kann. Und ich glaube, dass das für viele Frauen einfach ein ganz großer Schlüssel in dieser Lebensphase, die von sehr viel Veränderung und Umbruch geprägt ist, sein Also ohne weitere Umschweife, hier ist das Interview für dich.
Beatrice: Hallo Angelika!
Angelika: Und wir!
Beatrice: Ich freue mich, dich zu sehen. Ich freue mich immer, dich zu sehen, natürlich, denn wir sind Freundinnen und wir haben uns schon relativ rehemütig gesehen dieses Jahr. Und trotzdem ist das heutige hier sein zusammen das ganz Besondere. Mehrerlei Hinsicht würde ich sagen. geht mein Herzensthema und das Thema, was ja Mittelpunkt jetzt gefunden hat für meine Arbeit. Das Thema Weckliere und Lebensmittel. Und du weißt, dass es mir auch unter anderem deswegen so am Herzen liegt, ich natürlich selbst betroffen bin. Und weil ich glaube ich vielleicht selbst eine vielleicht andere Sicht auf die Dinge habe oder auf diese Lebensphase habe als andere Frauen, obwohl ich betroffen bin oder gerade weil ich betroffen bin. Und ich weiß, dass du auch ganz tolle Ansichten zu dieser Lebensphase mit uns teilen kannst, weil ja, aus der agrivedischen Sicht glaube ich, für uns in den Wechseljahren nochmal ganz viel drin ist. Aber für den sehr, wie sagt man, unrealistischen Fall, dass sich jemand noch nicht kennt auf dieser Welt. Stell dich doch bitte ganz kurz nochmal vor, für alle, den Podcast zum ersten Mal hören sehen, wer bist du, was tust du, wie kommst du hierher in meinen Podcast, was du möchtest. Ich freue mich, dass du da bist.
Angelika: Ja, also ich bin Ayurveda Praktikerin. Ich habe eine Praxis für Ayurveda für Frauengesundheit in Wien. Und ich unterstütze Frauen bei allen Herausforderungen rund ihre Hormone, den Zyklus, die Menstruation, aber natürlich auch Kinderwunsch und Wechseljahre. Das sind so meine Themen, für die ich brenne und wo es mir einfach ganz besonders viel Freude macht, Frauen zu unterstützen. Und ich nutze dafür natürlich die ayurvedischen Prinzipien, wo wir heute auch viel darüber sprechen werden. Ich mache Körperarbeit, also Massage. Ich mache somatische Körperarbeit, wo das Nervensystem eine sehr große Rolle spielt. Also auch in deiner Arbeit eine große Rolle spielt. Und ich nutze natürlich auch Vitalstoffe. Das ist ein ganz wichtiger Part meiner Arbeit, dass Frauen sich also ganzheitlich unterstützen auf all diesen Ebenen. Wichtiges Prinzip im Ayurveda Körper, Geist und Seele sind eine Einheit und wir dürfen bei allen Ebenen hinschauen, uns als Frauen wohlzufühlen. Und gerade in hormonellen Umbruchsphasen kann es aber einfach sein, dass wir herausgefordert werden und die Wechseljahre oder die Lebensmitte, wie du es auch so gut nennst, ist eben für viele Frauen eine Phase, wo es zu Herausforderungen kommt. Und genau darüber wollen wir heute sprechen.
Beatrice: Ganz genau. Ich freue mich wirklich sehr, ich deine Ansichten von sehr intensiver als viele andere kenne. Und die andere ist das Ayurveda natürlich. Das war für mich ein ganz großes Geschenk in den letzten Jahren. Und wie du und ich natürlich wissen und viele andere vielleicht auch, ist der Ayurveda ja die Schwester im Wissenschaft, das ist Yoga. Und Ayurveda und Yoga sind wirklich... so gut miteinander. Ich würde sagen, man holt sozusagen wirklich das Beste aus beiden Wissenschaften, wenn man sie miteinander vereint und in Verbindung bringt. Und ja, ich glaube, wir haben noch so einige andere Dinge, die wir auch einschließen lassen, wie du eben schon angedeutet hast. Aber bevor ich so spezifisch zum Thema Aluweda und Wechseljahre mit dir über ein paar Fragen auch eintrauen möchte, würde ich gerne wissen, Was hat denn der Ayurveda in deinem Leben eigentlich vielleicht am meisten verändert oder generell verändert die letzten Jahre?
Angelika: Ja, also ich bin jetzt 43 und Ayurveda ist vor circa acht Jahren in mein Leben gekommen. Also zuerst ist Yoga in mein Leben gekommen und durch die Yoga Praxis ist in mir einfach so ein tiefer Wunsch entstanden, auf allen Ebenen besser für mich zu sorgen. So war es, wie es bei vielen Menschen ist, zuallererst die Ernährungsschiene, über die ich auf den Ayurveda aufmerksam geworden bin. Zu dem Zeitpunkt damals hatte ich selbst noch einige gesundheitliche Baustellen, die mir aber wahrscheinlich gar nicht so bewusst waren, rückblickend. Ich nach über zehn Jahren chronischen Blasenentzündungen und ganz vielen Antibiotikern, die ich nehmen musste. einen komplett kaputten Darm gehabt. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass mein Mikrobiom komplett zerstört war. Und hab einfach die ganze Zeit Verdauungsbeschwerden gehabt. Aber ich dachte halt, das ist so. Also blebe Bauch und sensible Verdauung. Ich hab mich einfach damit abgefunden gehabt. Dazu kamen auch recht starke Regelschmerzen. Es war für mich mehr oder weniger normal. dass ich am ersten Zyklusstag eine Schmerztablette nehme, durch den Tag zu kommen, funktionieren zu können. war damals ja noch angestellt. Das war schon einfach immer ein Struggle, im Monat. Hautprobleme und so weiter. Das war so meine Ausgangssituation. Rückblickend weiß ich einfach, dass ich ganz stark in einem Ungleichgewicht war, wie man es im Allwälder so schön nennt. Durch das Integrieren der ayurvedischen Prinzipien einerseits von der Ernährung aber eben auch von den Routinen und Tagesabläufen her hat mein Körper wirklich nach und nach sich selbst heilen und regenerieren können und das ist mir unglaubliches Geschenk und deswegen gebe ich das heute voller Freude und Begeisterung an andere Frauen weiter, weil ich einfach weiß, was das bedeutet, sich in seinem Körper nicht wohlzufühlen und vielleicht auch ein Stück weit den Körper gar nicht zu fühlen. Also hatte auch ganz massive Verspannungen. heute ist es wirklich so, dass ich mich über sehr, sehr weite Strecken sehr, sehr wohlfühle in meinem Körper, sehr mit meinem Körper verbunden fühle. Man sagt so schön, den Körper bewohnen. Ich wusste früher gar nicht, was das bedeutet. Und viele Menschen leben halt einfach nur hier oben im Kopf, in den Gedanken. Bei mir war das früher auch so. Es ist einfach wahnsinnig schön, eigenen Körper zu spüren. sag immer, Körper, man spürt, und den will man sich automatisch auch besser kümmern. Und deswegen läuft bei mir einfach auch in der Beratung ganz viel über den Körper, über schöne Rituale wie die Ölmassage, die Selbstmassage, wieder in diese Verbindung zu kommen. Das war jetzt ein bisschen ausgeholt.
Beatrice: Das macht nichts, sehr schön. Sehr inspirierend. Wie du gesagt hast, wenn man sich verbundener fühlt, man den Körper mehr fühlt, möchte man vielleicht auch besser für ihn sorgen. Da kam gerade der Gedanke, dass leider ist es heute, wie es heute tatsächlich noch so ist, unserer westlichen Welt zumindest, und hier auch, korrigier mich, wenn du das anders wahrnimmst, aber das Menschen vielleicht insofern mit ihrem Körper verbunden sind, dass sie spüren, wenn sie irgendwelche Ungleichgewichte haben. Spüren, wenn sie irgendwelche Schmerzen haben oder irgendwelche Zipperlein. Und dann aber sehr viel immer noch darüber läuft, dass wir dann diese Zipperlein, wenn ich mal, diese Symptome dafür nutzen, das Symptom dann wegzumachen. Mit Schmerztabletten, wir haben eben Schmerztabletten am ersten Tag der Periode gesprochen. Und möglichst schnell das Symptom sozusagen, ja... lösen oder das Symptom zu überdecken. Aber sich viele Menschen, ja vielleicht auch Frauen, also wir sind beide sehr, sehr viel mehr in der Arbeit mit Frauen oder im Kontakt mit Frauen durch unsere Arbeitsgruppe, ja, dass immer noch so bisschen das Symptom wahrgenommen wird wie ein Problem. Erlebst du das auch so?
Angelika: Ja, und ich denke, ist zunächst einmal normal und menschlich, weil wir einfach so, unser Gehirn funktioniert so, dass es eine Gefahr wahrnimmt quasi und versucht, zu reagieren. Und oft ist eben ein Symptom dann auch etwas, wo wir stark darauf fokussieren. Und meine Einladung ist aber immer, und das ist natürlich auch der große Unterschied zwischen einem ganzheitlichen Heilsystem wie Ayurveda und der westlichen Schulmedizin, dass wir eben nicht nur Symptome ausgleichen wollen, sondern dass wir vor allem die Wurzel finden wollen, dass wir wissen wollen, warum reagiert mein Körper so, warum schickt mein Körper mir dieses Symptom. Und es hat natürlich auch alles eine psychosomatische Ebene, damit beschäftigst du dich ja auch ganz stark und ich glaube, dass es oft einfach ein Hilferuf des Körpers ist oder einfach ein Versuch des Körpers, dich aufzuwecken und zu sagen, hey, schau da hin. Ich will deine Aufmerksamkeit aus dem Grund. Für viele Menschen ist es aber so, dass man erstmal in den Widerstand geht. auch das ist ganz normal, wenn wir Schmerzen haben, wenn uns etwas belastet. Natürlich wollen wir es weghaben. Aber ... da wirklich in einen liebevollen Dialog mit dem eigenen Körper zu gehen und sozusagen von der Metaebene zu schauen, aha, interessant, warum ist das so? Das kann noch mal eine ganz andere Perspektive eröffnen. Und das ist eben das Schöne am Ayurveda, dass wir eben nicht nur uns einzelne Symptome anschauen, sondern dass wir den Menschen als Ganzes betrachten und versuchen hier einen roten Faden zu finden. also all die kleinen und großen Dinge, der Körper so spiegelt, zu bündeln quasi. Wir arbeiten mit dem System der Doshas, dieser drei grundlegenden Bioenergien und über dieses Konzept der Doshas können wir wirklich schauen, was braucht mein Körper, wieder in seine Balance finden zu können.
Beatrice: Wunderbar. Vielen Dank. Zunächst mal dazu. Die Doshas sind natürlich ein Thema, da könnten wir uns jetzt wahrscheinlich die ganze Podcast-Folge drüber unterhalten. Aber wir wollen ja heute insbesondere darüber sprechen, was den Ayurveda in Bezug auf die Wechseljahre angeht. Und deswegen würde ich einfach jetzt vielleicht mal einsteigen, die Kurve zu den Wechseljahren aufzubekommen. Was sagt denn der Ayurveda über die Wechsellehre? ist die Einschätzung vom Ayurveda in Bezug auf die Wechsellehre?
Angelika: Ja, das ist eine spannende Frage. Und zuerst mal, wenn wir von Ayurveda sprechen, dann sprechen wir von einem uralten Wissen, sagt so 3.000 5.000 Jahre alt. Also Ayurveda ist in der vedischen Hochkultur entstanden und dieses Wissen wurde von Generation zu Generation überliefert und dann natürlich auch Das heißt, wenn wir vom Ayurveda sprechen, dann beziehen wir uns auf diese alten Texte. Und das Spannende ist, dass in diesen alten Texten nicht viel über Wechseljahre oder Menopause oder so drinnen stehen würde. jetzt könnte man sagen, naja, vielleicht war die Frau einfach nicht so wichtig, aber das stimmt nicht, weil andere Aspekte der Frauengesundheit werden sehr detailliert beschrieben. sowas wie Fruchtbarkeitsthemen oder Wochenbett oder so. Was einfach uns zu der Schlussfolgerung bringt, dass wahrscheinlich früher die Herausforderungen in dieser hormonellen Umbruchsphase nicht so groß waren wie in der heutigen Zeit. Und dass es deswegen gar nicht die Notwendigkeit gab, das im Detail zu beschreiben. Natürlich gibt das Patriarchat und auch das Patriarchat Ayurveda keinen Halt gemacht. Ein Aspekt ist natürlich, dass die ayurvedischen Schriften vor allem auch für den König und so verfasst wurden. Deswegen vielleicht auch das weibliche Wohlbefinden in dieser Lebensphase nicht mehr so im Mittelpunkt des Interesses stand. Aber das Tolle ist, wir können Anhand dessen, was der Körper in den Wechseljahren so zeigt an Symptomen, das natürlich auch einordnen und hier in Perspektive setzen mit den Dojahs und mit den Zyklen des Lebens und hier einfach für Frauen ganz viele wunderbare Tools und Ansätze liefern, sich hier zu unterstützen.
Beatrice: Wunderbar. Also es hat doch was mit dem Dosha zu tun. Und das finde ich so spannend, also was mir natürlich selbst auch bewusst war, weil ich diese Phase ja selber gerade durchlebe. Wenn wir jetzt wieder diesen Bogen zu dem Doja auch spannen, gehe ich mal davon aus, was würdest du sagen, warum fühlt sich denn ein Körper und ein Kopf während der Wechseljahre, das ist was viele Frauen berichten, natürlich nicht alle, nicht alle haben die gleichen Symptome, nicht alle haben sie auch in der gleichen Intensität, aber Häufig hört man davon, liest auch davon, dass viele Frauen eben beschwerden, sowohl auf der körperlichen Ebene als auch auf der mentalen Ebene, möchte ich mal sagen, haben. Warum ist das so? Warum fühlt sich möglicherweise diese Lebensphase häufig so anders an für den Körper und auch für den Geist?
Angelika: Also zuerst mal möchte ich wirklich sagen, dass wir hier niemanden Angst machen wollen, dass nicht für jede Frau die Wechseljahre eine große Herausforderung sein müssen. Man kann es so ungefähr dritteln, ja, den Anteil, also ein Drittel der Frauen haben gar keine Beschwerden und nehmen nur ganz wenig wahr von dieser Umstellung. Ein Drittel hat mittelstarke Beschwerden, doch beeinträchtigend, aber nicht extrem einschränkend sind. Kann es irgendwie handeln und ein Drittel der Frauen hat doch stärkere Beschwerden, wo man doch ganz genau hinschauen und unterstützen muss. Das Gute ist, es ist eine Übergangsphase und wir wissen, dass es jetzt nicht so ist, es geht steil bergab für immer, sondern das ist eine Übergangsphase, wie zum Beispiel die Pubertät auch eine ist. und man kommt dann auf der anderen Seite wieder raus und der Körper gewinnt dann wieder an Stabilität. Wir arbeiten im Alliwere immer sehr gerne mit Natur vergleichen und man könnte sich vorstellen, die See ein bisschen stürmischer ist für einige Jahre. Also man sagt so drei bis zehn Jahre dauert diese Phase der Wechseljahre. Und dann in der sogenannten Postmenopause, also wenn eine Frau dann für mindestens zwölf Monate keine Menstruation mehr hatte, dann pendelt sich das Ganze langsam wieder ein. Und jetzt nochmal auf die Doshas zurückzukommen, also wir müssen es einfach kurz her erklären, ein bisschen Kontext zu geben. Die Doshas sind drei grundlegende Prinzipien oder Energien, die in uns wirken. Wir haben Vata, Pitta und Kapha, sind die drei Doshas und die setzen sich aus den Elementen zusammen. Manche kennen das vielleicht auch von der TCM, von der traditionellen chinesischen Medizin, wo auch viel mit den Elementen gearbeitet wird. Und im Ayurveda fassen wir diese Elemente eben zu den Doshas zusammen. haben das Vata-Dosha, was aus den Elementen Luft und Raum besteht, was eine Energie ist, die von Trockenheit, Kälte, Rauheit, Beweglichkeit und viel Dynamik geprägt ist. Und das Vata-Dosha ist für alle Bewegungen in uns zuständig. für alle Körperausscheidungen, aber natürlich auch für die Bewegung des Geistes. Und das Waterdoscher sitzt in unserem Darm und in unserem Nervensystem sehr stark. Und demnach alle Beschwerden, die damit zu tun haben, sind sozusagen dem Waterdoscher zugeordnet. Also Trockenheitsthemen, trockene Schleimhäute, was in der Postmenopause oft auch der Fall ist, trockene Augen, trockene ... Vaginalschleimhaut, ein Träger, sensibler Darm, Blebauch und so weiter, Schlafprobleme. Das ist alles so weiter. Dann haben wir Pitta. Pitta ist Feuer und ein bisschen Wasser. Pitta ist die Transformationsenergie. Wir brauchen Pitta für unsere Verdauung, aber auch, Dinge in die Welt zu bringen und Dinge zu transformieren und zu kreieren. Und durch diese starke Feuerenergie Wenn das zu sehr ansteigt in uns, dann kann es zu Entzündungsprozessen kommen. Pitta sitzt im Magen ganz stark, Pitta ist aber auch mit unserer Haut verbunden, Leber. Und alles, mit Entzündungen, mit Rötungen zu tun hat, ist dem Pitta-Durchschnitt zugeordnet. Und natürlich auch die berühmten Hitzewallungen. Eines der klassischen Symptome, an das man gleich denkt, wenn man über die Wechseljahre spricht, auch das hat mit Pitta zu tun. Und dann haben wir noch das Kafferdoscher. Kaffer ist Erde und Wasser. Und das ist Substanz. Also alles, was wir in unserem Körper angreifen können, ist Kaffer, die ganze Struktur. Und Kaffer, wenn dieses Doscher überhand nimmt, In den Wechseljahren äußert sich das oft in Form von einer Gewichtszunahme oder auch Wassereinlagerungen. Das Lymphsystem stagniert und auch Herz-Kreislaufsystem, Bronchien und der HNO-Bereich, all das ist so. Und Lunge, ist dem Kafferdoscher zugeordnet. Alles, was in dem Bereich Probleme macht, ist dann eine Kaffersymptomatik. So. Und ... Danach können wir eben die Symptome ganz gut einordnen. Und du hast vor allem auch angesprochen diese diese kognitiven Herausforderungen. Also bei den Wechseljahren geht es jetzt nicht nur darum, dass sich unsere Sexualhormone verändern und wir von unserer fruchtbaren Lebensphase in eine nicht mehr fruchtbare Lebensphase sozusagen übergehen. Darauf kann man es nicht beschränken, sondern es geht ganz stark auch darum, dass sich unser komplettes Gehirn wandelt und es kann. sehr intensiv sein. es kann einfach so so Brainfork nennt man das gerne Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, dass wir einfach sehr vergesslich sind oder einfach dieses typische, geht ins andere Zimmer und weiß nicht mehr warum er eigentlich war. Was findet man irgendwas, dann beginnt man das zu tun. Inzwischen hat man aber eigentlich am Herd irgendwas stehen hat das vergesst. Also ja, einfach so wie wir es von Zuständen.
Beatrice: Durch den Wind.
Angelika: Wenn wir es Zuständen von starkem Stress und Überforderung vielleicht kennen als Frauen, besonders in der zweiten Zyklushälfte, so was kann sich dann natürlich auch verstärken in der Perimenopause und vom Ayurveda her sind das Vata-Themen. Also ein Nervensystem, das überlastet ist, überreizt ist, ist natürlich noch mal anfälliger für all diese Symptomatiken.
Beatrice: Danke für diese Ausführungen. Wir haben auf kurzen Einwegfried geleitet in Slowenien. Da haben wir für den Warta-Überschuss jetzt nicht speziell auf die Wecktiare bezogen, sondern generell den Warta-Überschuss ganz gerne bildlich übersetzt in das sprichwörtliche Huhn, das nicht weiß, wo es sein Ei hinlegen soll. So erinnert sich das. Das ist für mich immer noch so ein schönes Sinn, von einem zum anderen zu flattern und nicht so richtig zu wissen. Ich bin jetzt zuerst und vielleicht auch so wichtig und unwichtig, nicht mehr so ganz unterscheiden zu können, so wie es spricht, durch den Wind sein, man ja auch. Passt schön dazu. Was du auch, genau, das,
Angelika: Die Nerven liegen blank. Passt auch schon dazu.
Beatrice: ja genau, die Nerven liegen lang weniger Kapazitäten zu haben. Was man ja in den Weckliern häufig auch von Frauen hört, ist, dass sie sagen, die Schulen sich erschöpft. Du hast jetzt natürlich schon einige Ansätze. gesagt, das so sein kann. Also Frauen fühlen sich erschöpft, schlafen schlecht. Auch das haben wir in Bezug auf Kaffa gesagt. Und trotzdem ist es ja so, dass wir häufig nicht unser Leben draußen lassen können. Wir haben gewisse Verpflichtungen und müssen irgendwie, auch wenn ich den Begriff grundsätzlich nicht mag, aber schon ein Stück weit unsere Aufgaben erledigen können. Also weiter funktionieren, ohne das jetzt zu stark zu bewerten, dieses Wort. Was würdest du den Frauen oder was würde der Ayurveder, was würdest du aus ayurvedischer Sicht den Frauen empfehlen, die diese Thematiken auch haben, dieses erschöpft sein, vielleicht aufgrund von schlechtem Schlaf, aber generell vielleicht auch einfach weil weniger Energie zur Verfügung steht, um doch ihren Alltag noch gut bewältigen zu können. Was kann da vielleicht schon helfen an seinen Themen?
Angelika: Ja, da sind wir wieder beim Thema mit der Symptombekämpfung. Ich glaube, man muss das Ganze schon aus einer höheren Perspektive sehen, nämlich dass es nicht so gedacht ist, dass wir unser Leben so weiterleben wie in unseren 30ern, frühen 40ern. Da sind wir wieder bei dem Thema, warum hat Ayurveda diese Wechseljahre nicht so genau beschrieben? Ich glaube, dass es früher einfach normal war, in eine andere Lebensphase überzugehen und andere Rollen zu erfüllen oder, na das gefällt mir gar nicht, das so zu nennen, sondern es war normal von einer Lebensphase des starken Leistens überzugehen in eine Lebensphase des Mehr seins als Tuns.
Beatrice: Okay.
Angelika: Und es ist natürlich in unserer heutigen modernen Welt eine Herausforderung. weil wir Menschen uns leider ganz stark über Leistung definieren. Und das ist auch etwas, die Emanzipation so mit sich gebracht hat, bei allen Guten, was die Emanzipation mit sich gebracht hat. dieses starke Leisten und sich über Dinge im Außen zu definieren, führt eben bei vielen Frauen dazu, dass sie kontinuierlich über ihre eigenen Grenzen gehen und nicht aufhören, wenn der Körper eigentlich schon längst Stopp sagt. Und das funktioniert eine ganze Weile gut, weil wir Ressourcen haben, weil wir die Kapazität haben und weil unser Körper eigentlich dafür gemacht ist, sich an widrige Umstände anzupassen. Aber nicht auf Dauer. Und was einfach passiert im Zuge dieser hormonellen Umstellung der Wechseljahre, unsere Resilienz sinkt und zwar Drastisch. kommen nicht mehr durch mit dieser Art zu leben, mit diesem höher, schneller, weiter. Immer nur die Bedürfnisse von anderen zu erfüllen, uns nach dem Außen zu richten und zu entsprechen. Irgendwann sagt der Körper Stopp und Nein. Bei manchen Frauen passiert das auch schon früher in Form von zum Beispiel Autoimmunerkrankungen, Burnouts, wie auch immer. Der Körper hat seine Wege, uns zu stoppen. Bei vielen Frauen ist es dann gerade eben so diese Lebensphase ab Mitte 40, Anfang 50, wo das dann ganz eklatant wird sozusagen. Es kann nicht mehr so weitergehen. Deswegen möchte ich eigentlich gar keine Tools geben dafür, wie kann ich weiter leistungsfähig bleiben, sondern Wie schaffe ich das, mich selbst an die erste Stelle zu stellen und mir mein Leben so einzurichten, dass mein Körper eben nicht die ganze Zeit schreien muss? Das ist jetzt vielleicht nicht eine populäre Aussage und vielleicht auch nicht das, was Frauen jetzt hören wollen. Ich kann es gerne auch noch konkreter machen, aber mir ist einfach diese Perspektive total wichtig. Wie siehst du das?
Beatrice: Voll. Total. Absolut. Wie du sagst, für mich ist auch diese Lebensphase, und das ist auch das, was ich weitergebe, ein Zeitpunkt, an dem wir vielleicht genau über die nicht mehr überhör- und übersehbaren Veränderungen, nenne ich das mal, ausgepresst werden. Ja, gezwungen werden, bewusst zu werden oder bewusster zu werden, vielleicht nicht auch uns auch zu fragen, was ist denn jetzt wirklich wichtig? Ist es jetzt weiterzumachen, obwohl ich merke, ich habe die Kapazitäten nicht mehr, ich habe nicht die gleiche Resilienz wie noch bisher vielleicht. Wobei ich glaube, dass das auch nicht von heute auf morgen kommt, sondern dass ihr das schon merken. Aber wir sind ja gewöhnt, immer irgendwie drüber zu gehen und trotzdem zu tun oder weiterzumachen, wie auch immer zu funktionieren, wie ich eben gesagt habe. Obwohl wir eigentlich nicht mehr können. Weil natürlich sehr viel auch, wie du gesagt hast, Leistung definiert wird. Und weil wir vielleicht auch, vielleicht tue ich einigen damit unrecht, aber auch das, was ich sehr häufig wahrnehme, weil wir das gar nicht gelernt haben, uns zu spüren, weil wir anders konditioniert sind. Ja, weil unsere, ich sag mal, unsere Eltern und die Generationen davor auch häufig eben anders gelebt haben. also so wie wir jetzt du und ich vielleicht nicht mehr leben und hoffentlich viele andere Frauen auch nicht, weil wir das nicht anders kennen. Und ich glaube, das ist schon eine große Umstellung wahrscheinlich, dann für viele diesen Pauseknopf zu drücken und dann bewusst zu wählen, ohne dass sie vielleicht das ganz Schlimme schon haben müssen, es anders zu tun. Und du weißt, welchen Satz ich so gerne nehme, weil ich das einfach mal gesehen habe und ich habe auch im Podcast schon darüber gesprochen, dieser Übergang, dieses Caregiving, sagt man im Englischen, zum Wisdom Keeping, das finde ich so schön. Also wirklich als diese neue Aufgabe auch zu sehen, dass wir eben nicht mehr für alles und für jeden sorgen müssen, sondern dass wir uns so ein bisschen mehr in den Rückzug in die Stille begeben dürfen, vielleicht die Weisheit, die wir erfahren jetzt in all den Jahren und die wir aus den Jahrzehnten, die wir eben schon gelebt haben, mitnehmen können. damit auch zu dienen. Natürlich uns selbst zuerst, aber eben dann auch für andere und eben nicht mehr in diesem Funktionsmodus sein müssen. Aber trotz allem, wieder zurückzukommen, glaube ich, ist es vielleicht ganz wichtig, nicht zu fragen, was kann ich denn tun, wenn ich so erschöpft bin oder was kann ich vielleicht tun, besser zu schlafen. Ja, nicht mich zu optimieren, sondern mich besser zu fühlen und dann diese Kräfte vielleicht sinnvoller zu investieren.
Angelika: Ja, lass uns vielleicht so wirklich die Hauptthemen oder ganz typische Symptome in den Wechseljahren von Mayweather her so ein bisschen durchgehen und wie du gerade gesagt hast, also diese Themen kommen ja nicht über Nacht. Oft kündigt sich das ja schon ganz, ganz lange Zeit an, aber wir gehen eben einfach drüber, weil man es nicht so wahrnehmen Erst kürzlich zu einer Klientin gesagt, eigentlich sind Wechseljahresbeschwerden typische Symptome, wir aus der zweiten Zyklushälfte kennen und die sich dann halt einfach intensivieren. Also zweite Zyklushälfte für alle, die sich noch nicht so stark damit beschäftigt haben. Wir sprechen hier einfach von dieser Phase vor der Menstruation. Also eigentlich vom Eisprung bis zur Menstruation. Typisch diese Woche, bevor die Blutung einsetzt. Da haben einfach viele Frauen Beschwerden und nehmen das aber hin und es wird uns leider einfach auch oft vermittelt, dass das normal wäre, dass wir, dass wir ja da vielleicht Verdauungsbeschwerden haben, dass wir Brustspannen haben, dass wir Hitze Themen auch haben, dass wir schlecht schlafen und so weiter. Deswegen sagen wir von allweder her ja auch, es ist ganz wichtig, dass wir solche Dinge frühzeitig erkennen und darauf reagieren. Nicht erst dann, wenn es ganz massiv ist. Je früher wir entgegenwirken und uns wieder in Balance bringen, desto einfacher. Wenn sich etwas schon stark manifestiert hat, braucht es länger und mehr Aufwand, das wieder auszugleichen. jetzt beim Schlaf zu bleiben, das hat natürlich ganz viel mit unserem Nervensystem zu tun und mit dem Wartedoscher. Für mich ist eins der ersten Dinge, ich Frauen empfehle, wenn sie Herausforderungen mit dem Schlaf haben, dass sie auf einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus achten. Weil unser Hormonsystem besteht aus vielen hormonellen Prozessen, nicht nur aus den sexuellen Hormonen. haben da immer so einen Scheinwerfer drauf, in den Wechseljahren, das Östrogen wird weniger, Progesteron und so weiter. Aber es ist ja ein Gesamt, wie ein Orchester, sage ich immer gerne, die Hormone. Und dein Gehirn regelt die Hormonausschüttung. Und ganz wichtig für dein Gehirn ist die Information von Licht. Und da eben dieser Tag-Nacht-Rhythmus den ... regelmäßig und konstant zu halten, genauso wie den Rhythmus der Mahlzeiten, ist eines der wichtigsten Dinge, dein Hormonsystem zu unterstützen. Und wir wollen das ja nicht aufhalten. Also die hormonelle Veränderung, kommt ja so und so. Aber wofür wir sorgen dürfen, gerade in den frühen Wechseljahren, also man sagt Perimenopause, also die Zeit, die drum herum ist, diesen Zeitpunkt, wo wir das letzte Mal die Blutung haben, dass wir da sozusagen Stabilität und Rhythmus und Takt in unser Leben bringen. Sag immer so gern, dein Körper unterscheidet nicht zwischen Wochentag und Wochenende. Also es ist extrem wohltuend, wir schauen, dass wir jeden Tag mehr oder weniger zur selben Zeit schlafen gehen und aufstehen.
Beatrice: Ja, ich muss gerade so schmunzeln, weil ich erinnere mich an unsere Rituale, du und ich. Wie haben wir gesagt, so richtig uncool und unspektakulär, wie so unsere Wochenenden aussehen. Freitag und Samstag werden andere sich neun Uhr fertig machen, sich irgendwo in der Bar zu treffen und dann feiern zu gehen. Was machen wir?
Angelika: Wir zünden neun die Kerzen an, machen uns fertig fürs Bett. Das ist für mich der größte Luxus.
Beatrice: Hahahaha
Angelika: Also ganz ehrlich, jeder hat eine andere Idee von Luxus und Freiheit, wie wir wissen. Und für mich ist Luxus und Freiheit einfach, dass ich im Rhythmus meines Lebens leben kann und mir das erlaube. mich nicht nach anderen zu richten. Also ich hab's ja einfach. Single muss ich jetzt hier mit niemandem in meinem Haushalt arrangieren. Aber ich glaube, dass wir alle viel mehr Spielraum haben, als wir uns nehmen, im Bezug auf unser Wohlbefinden. wir alle haben es schon tausendmal gehört, es ist wichtig, weniger Bildschirmzeit vor am Schlafen gehen zu haben. Warum ist das so? Weil unser Gehirn über Bildschirme ja ganz viel Lichtreiz bekommt und das für wach. und Aktivität sorgt. Was sich dahingehend auswirkt, dass unser Körper Melatonin, Schlafhormone nicht ausreichend produziert und wir dann vielleicht nicht gut einschlafen können oder unser Schlaf nicht tief ist, wir immer wieder aufwachen in der Nacht und vor allem auch nicht erholt aufwachen. Deswegen eins der wichtigsten Dinge, eine Abendroutine, ein Abendritual, was dir dabei hilft wirklich runterzukommen, deinem Nervensystem signalisiert, Der Tag ist jetzt vorbei. ist jetzt Entspannung angesagt. Wir dürfen den Tag loslassen. Es gibt nichts mehr zu tun. ich merke das ganz massiv. Wenn ich dieses Abendritual für mich lebe, hat das Ganze eine andere Qualität. das wirkt sich dann natürlich auf den nächsten. Also ich immer, ein guter Tag beginnt am Abend davor. Das bedeutet für mich natürlich auch, dass ich mir mein Frühstück schon vorbereite meistens und und und. Das ist meine Form von Luxus.
Beatrice: Wunderbar, da sind wir uns ja sehr, einig, was das angeht. Und wir schmunzeln schon, wenn wir halb neun zusammen auf der Couch sitzen, wenn wir zusammen sind und sagen, ich gehe mich mal ölen, und im nächsten Jahr, ich öle noch meine Füße und ich zünd mal die Kerzen ab. Einfach so lustig, weil du und ich, wissen beide,
Angelika: Ja.
Beatrice: dass das vor ein paar Jahren noch ein bisschen anders aussah. Aber wir wissen auch beide, das hast du eben auch schon gesagt, dass da sehr viel mehr drum ging, danach zu riechen, wie man es so macht. Also wirklich so dieses Gefühl von Zugehörigkeit
Angelika: .
Beatrice: auch. Und heute aber sehr viel mehr Gewichtung hat, ich mich mit mir fühle und wie es mir geht, weil wir beide auch wissen, und das wissen uns nicht so viel mehr Menschen, dass wenn es mir gut geht, wenn ich gut für mich sorge, ich auch wirklich aus der Fülle heraus für andere da sein kann und für andere geben kann. Und nicht, weil ich das Gefühl habe, ich muss das jetzt irgendwie dazu zu gehören, sondern weil ich die Kapazität habe. Ja, und
Angelika: Hmm.
Beatrice: genau das ist der Punkt. Und du hast eben so schön gesagt, ein guter Tag beginnt am Abend vorher. Und ich habe heute ein Wheel gepostet mit ein guter Nachtschlaf beginnt am Morgen davor. Ja, auch das passt wunderbar. Weil ich glaube, es geht wirklich sehr viel diesen Rhythmus. Ich glaube und ich weiß und ich habe natürlich auch sehr viel von dir gelernt die letzten Jahre, dass auch so dieser Rhythmus des Tages natürlich eine riesen Rolle spielt, weil wir sehr viel mehr davon abhängig sind und darauf ausgerichtet sind, als wir das vielleicht manchmal denken. Und wenn wir uns wieder dahin zurückbegeben und uns das bewusst machen, dann hat das so eine enorme Kraft für unser eigenes Wohlbefinden. Deswegen würde ich jetzt gerne an der Stelle auch mal fragen, Welche du hast schon ein paar Dinge jetzt genannt, aber ganz konkret, was würdest du sagen für jemanden, der vielleicht anfangen möchte? Welche drei Dinge können Frauen schon direkt verändern? Ganz unkompliziert, schon heute, schon jetzt, wenn sie das Interview gehört haben, ohne dass sie ihr ganzes Leben dafür jetzt umkrempeln müssen, sich wohler zu fühlen in den Wechseljahren?
Angelika: Hm, also mein Lieblingsspruch, kennst ihn? It's all about the juiciness.
Beatrice: Ja.
Angelika: Alterung ist Vertrocknung Vertrocknung. Ich sage immer gerne so, möchtest du lieber eine saftige Traube sein oder eine runzlige Rosine? Also viel an dem, was uns nicht so wohlfühlen lässt in unserem Körper hat mit Trockenheit zu tun. Und deswegen den Körper befeuchten. Ayurveda ganz wichtig innere und äußere Ölung Ölung. auf den Konsum von gesunden Fetten achten. Keine Angst vor Fetten. Hochwertige Fette sind extrem wichtig. sind ein wichtiger Baustein für unsere Hormone. Und im Ayurveda natürlich sowas wie Ghee. Aber heutzutage einfach auch Omega 3. Ganz, ganz wichtig. Diese Versorgung mit gesunden Fetten von innen und von außen. Ölmassage, entweder Selbstmassage oder zu einer Abhyanga gehen bei einer Ayurveda Praktikerin wie mir oder irgendwo in deiner Nähe. Das ist wirklich extrem wohltuend und das ist etwas, was mein Leben auch sehr verändert hat, mehr Öl in meinem Leben zu haben. Das ist mal eines und das Zweite hat auch mit Juiciness zu tun und ich würde einfach sagen, beginn heißes Wasser zu trinken. Ja, das ist etwas total Simples und alleine das. kann ganz viel verändern an deinem Körpergefühl, an deinem Bauchgefühl. Wir brauchen in unserer Körpermitte ein warmes, feuchtes Klima. Wir wollen es nicht heiß, wir wollen es nicht kalt, wir wollen es angenehm warm. Wir wollen es nicht trocken, wir wollen es nicht sumpfig, sondern wir wollen es schön feucht. Wo pflanzen Menschen Dinge an? Wo ist Erde fruchtbar da, wo es warm und feucht ist tendenziell? Da ist am meisten Fruchtbarkeit. Und genau dieses Klima dürfen wir auch in uns etablieren. Und eines der einfachsten Dinge ist warmes Wasser oder heißes Wasser zu trinken. Gerade jetzt, wenn wir in die kältere Jahreszeit gehen, macht das ganz, ganz viel an Wohlbefinden aus. Und natürlich auch vom Essen her möglichst viel warm gegart, saftig essen. Und das dritte ist, geh früher ins Bett. Geh einfach früher ins Bett, schlaf, ist oft die beste Medizin. Und es kommt nicht nur darauf an, dass wir von der Dauer her genug schlafen. sondern dass wir frühzeitig ins Bett gehen. Jede Minute Schlaf vor Mitternacht zahlt auf dein Longevity-Konto ein. Schlaf ist verjüngend, Schlaf ist regenerierend. Schlaf passieren Entgiftungsvorgänge, deine Immunkraft entfaltet sich im Schlaf. Das ist ein wichtiger Reset. Und viel davon passiert eben in der ersten Nachthälfte. Deswegen ist es nicht wurscht, wann du schläfst. Kein Mittagsschlaf und kein ich schlaf morgens aus ersetzt den Schlaf von Mittag.
Beatrice: Wunderbar, absolut. Ich mache an alles einen Haken dran. Mittlerweile glaube ich, bin ich ziemlich gut darin. Gut, wenn man eine Freundin wie dich hat, die quasi im Vorbeigehen immer wieder dieselben Dinge sagt, die man dann ausprobiert und merkt, es tut sehr gut. habe gerade vielleicht zum Abschluss noch, bevor ich noch eine Frage an dich habe, in meiner In meiner Online-Bekleidung, die jetzt gerade wieder läuft, in einem Frauenkreis für drei Wochen, es auch Thema Ayurveda und Yoga und Routine und Nervensystem geht, gesagt, die letzten Wochen für mich waren sehr turbulent. Ich glaube, ich hatte die schlechtesten Vorzeichen die letzten Wochen, so im Außen, bedingt durch das Reisen, durch die Trockenheit, natürlich durch die Jahreszeit jetzt auch, den Herbst, meine eigenen Wechseljahre. Und noch PMS-Phase. Also ich glaube, worst case, dicker kann es nicht kommen, so ungefähr. Und saß lange im Zug und natürlich diese trockene Luft. habe alle oder viele von den Symptomen, die man dann hat in der Wartezeit, wenn man ein Radhaar und Fleischgewicht hat, eben auch gehabt. Sei es Halbkratzen, sei es das Gefühl von trockener Haut und so weiter und dieses, nicht zu wissen, was zuerst. Und ich habe wirklich ganz konsequent darauf geachtet, zu 80%, immer alles schön 80-20%, diese Dinge einzuhalten, zu ölen, viel zu trinken, warm zu trinken und so weiter, du siehst. Und hab perplexlich meine Periode quasi fast genau pünktlich bekommen, trotz dieser ganzen Aktivität, was mich selber so sehr gefreut hat. Also das war so ein richtiger Quantensprung für mich, weil ich eben, das ist nicht mehr selbstverständlich. habe meine Lebensphase und jetzt kam die Anstalt 29 und ich dachte so, yes, es funktioniert. Also es ist wirklich und definitiv führe ich das darauf zurück. Also das
Angelika: Ja.
Beatrice: ist meine absolute Überzeugung, dass wirklich Rituale und diese kleinen Alltagshelferlein so viel machen können. Und das gilt ja dann übrigens nicht nur für Frauen in den Wechseljahren, sondern generell für Frauen, in einem Waterungleichgewicht sind. Das heißt also diese Folge hier, die hilft auch allen Frauen, sich da wiedererkennen und vielleicht nicht in den Backfieren bringen.
Angelika: Ich glaube, wir brauchen nicht so hastelweise denken und unterscheiden. Wir sind einfach Frauen und wir sind Menschen. Und diese grundlegenden Prinzipien, die funktionieren quasi bei uns allen, ob wir wollen oder nicht. Du hast es gerade so schön auch gesagt, man darf es ausprobieren. Und das ist auch das, was ich am AIU weder so liebe. Es ist eine Wissenschaft, Selbsterfahrung. Also alles, was wir hier sagen, sind Inspirationen und Anregungen. Probier es für dich aus. und spüre den Unterschied. Das ist nichts, was von heute auf morgen mitunter passiert. Manchmal kann es auch schnell gehen. Das heißt auch nicht, dass immer alles perfekt sein muss. Das heißt auch nicht, dass ich immer meine Kerzen anzünde 21 Uhr. Aber ich merke einfach selbst schnell, was passiert, wenn ich es nicht tue. Wir Menschen brauchen immer wieder diesen Kontrast, uns zu erkennen. Kontrast ist super. Und alleine Das Erkennen ist schon immer der erste Schritt für die Veränderung und uns dann liebevoll an die Hand nehmen und zu sagen, du weißt ja was dir guttut, trink wieder dein heißes Wasser statt deinem Aperol Spritz. Du und ich, sind schon beyond, Alkohol ist für uns ja nicht mehr so ein großes Thema.
Beatrice: Ja.
Angelika: Aber no judgment. Vor fünf Jahren hat es auch noch anders ausgesehen. Aber wir haben unsere Lektion gelernt, weil wir einfach Zusammenhänge erkannt haben.
Beatrice: Total absolut. Und ich glaube, wir könnten noch über 1000 andere Themen sprechen. Ich würde sagen, das ist einfach erst der Anfang, weil da gibt es ja noch so viele Themen mehr, die man sich auch vielleicht anschauen darf und sich dann wundert, was das doch vielleicht auch verändert. Zum Ende würde ich dich tatsächlich gerne einfach noch fragen, wenn du jeder Frau in der Lebensmittel einen einzigen Tipp oder eine einzige Erkenntnis nur jetzt noch so zum Ende mit auf den Weg geben würdest, was wäre das?
Angelika: Ich würde sagen, erlaub dir, der wichtigste Mensch in deinem Leben zu sein. Stell dich selbst an die allererste Stelle. Kriege Gänsehaut, wenn ich das sage,
Beatrice: Vielen
Angelika: weil ich einfach weiß, wie schwer es vielen Frauen fällt, weil wir so drauf gepolt sind, zu dienen, zu helfen, zu unterstützen, zu nähern und ... und leider allzu oft selbst dabei vergessen. Und alleine diese Entscheidung immer wieder zu treffen, ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben, zuallererst darf es mir gut gehen, ich darf mich mich kümmern, bevor ich mich alle anderen kümmere, das ist so die Basis, dieser Selbstwert, diese Selbstliebe und daraus kann dann einfach auch auf der körperlichen Ebene ganz viel entstehen, aber es braucht einfach mal diese bewusste Erlaubnis, zu tun.
Beatrice: Vielen Dank, das ist eine schöne Erkenntnis und ein schöner Tipp zum Ende. Vielen Dank für dieses wunderschöne Interview. Ich würde wirklich sagen, gerade an alle, die jetzt zuschauen, zuhören, wenn du in Wien bist und die Möglichkeit hast für eine Abjanga, geh auf jeden Fall für Angelika. Es ist eine der höchsten Formen der Entspannung und der Nährung eines weiblichen Körpers auf diese Art und Weise. Ich würde sagen, für alle Informationen zu Angelika, mir, wie du mit uns in Kontakt treten kannst, unsere Profile findest auf Instagram und die Möglichkeit mit uns zu arbeiten, verlinkt in den Show-Notes und ich würde sagen, es war erst der Anfang. sprechen uns bestimmt wieder, aber ich glaube, das wäre einfach gut. Außer, dass wir Freundinnen sehen, noch ein paar andere Synergien immer wieder haben und ich bin einfach sehr, sehr dankbar für...
Angelika: Vielen Dank.
Beatrice: heute hier war. Bis dann!
Angelika: Ich hoffe, dass du dir aus dieser Folge ganz viele wertvolle Impulse zum Thema Wechseljahre mitnehmen konntest und wenn du selbst gerade in dieser Lebensphase steckst und Herausforderungen hast, sei du körperliche Beschwerden hast oder vieles im Umbruch ist und du dir Unterstützung wünscht, dabei dich da durchzumanövrieren, dann kannst du dir sehr gerne einen Kennenlerncall buchen. Ich werde den Link zu meinem Kalender in den Show notes lassen Natürlich ist auch Körperarbeit und gerade die Abhyanga, die ayurvedische Ölmassage, eine ganz, ganz große Unterstützung in dieser Lebensphase. Du erinnerst dich, ich habe im Interview gesagt, it's all about the juiciness und gerade diese Ölmassage, dieses Eingehüllt werden mit Öl, diese Berührung und vor allem auch diese wohltuenden Öle, die wirklich ganz tief einziehen. All das kann wirklich ganz, ganz viel an Unterstützung. bringen Und daher auch die herzliche Einladung wenn du in Wien oder Umgebung wohnst, für eine Massage. mir meine Praxis ist in Wien im zweiten Bezirk im Nordbahnviertel. und ich freue mich, wenn ich dich da demnächst mal persönlich kennenlernen darf. Und ansonsten sehr, gerne online über einen Kennenlern-Call. Dann schauen wir mal, wie ich bzw. Ayurveda dich in dieser Zeit jetzt gut begleiten kann. Falls du den Podcast noch nicht abonniert hast, tu das sehr gerne. Das hilft mir einfach noch, mehr Frauen zu erreichen mit meinen Herzensthemen und schickt dem Podcast sehr gerne auch an eine andere Frau weiter, die vielleicht auch von diesem ganzheitlichen Wissen profitieren kann.
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